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1. Kellinghusener Bogenclub e.V.

1. Kellinghusener Bogenclub

1. Kellinghusener Bogenclub

1. Kellinghusener Bogenclub
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr
Kellinghusen/sch – Die Bogensportsaison 2009 mit Meisterschaften und sonstigen Großveranstaltungen ist zu Ende. Für den Vorsitzenden des 1. Kellinghusener Bogenclubs ist das ein Grund, das ablaufende Sportjahr Revue passieren zu lassen. „Wir waren sehr erfolgreich, haben uns bei Landesmeisterschaften und nationalen Titelkämpfen behauptet“, betont Arno Ruh.
Und dennoch: Mit der Medaillenflut, mit der die Kellinghusener Bogenschützen insbesondere von Deutschen Meisterschaften nach Hause kehrten, war wirklich nicht zu rechnen: Gold und Silber für Tobias Hampe (19) beim Wald-Tierbild-Schießen beziehungsweise beim Feldbogen-Schießen, Gold für Sarah Meyer beim Wald-Tierbild-Schießen, Silber und Bronze für Almut Michelkowski beim 3D-Schießen beziehungsweise beim Wald-Tierbild-Schießen. Darüber hinaus platzierten sich Almut Michelkowski (65) und Sarah Meyer mit guten Leistungen beim Feldbogen-Schießen auf Rang vier beziehungsweise fünf, und Nils Gosslar (13) belegte bei der Deutschen Meisterschaft Feldbogen Platz zehn. „Als wir uns im Winter und Frühjahr auf die Saison vorbereitet haben, waren die Erfolge in dieser Form überhaupt nicht abzusehen“, erklärt Arno Ruh.
Der frühere Deutsche Meister im Scheibenschießen hat den Verein 1996 gegründet. Seitdem ist der Club gewachsen – von 23 Mitgliedern auf bislang 120 Köpfe. Trainiert werden die Schützen von Arno Ruh und Almut Michelkowski. Beide Bogensportler sind qualifizierte Trainer, haben den C-Trainerschein seit 1978 (Ruh) beziehungsweise 2009 (Michelkowski). Dass weitere Interessierte auf der Anlage an der Luisenberger Straße willkommen sind, darauf weist der Vorsitzende ausdrücklich hin: „Jeder, der das Bogenschießen in den unterschiedlichsten Disziplinen erlernen will, kann zu uns kommen. Vom Anfänger bis zum Deutschen Meister trainieren hier alle mit.“
Auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg für den 1. Kellinghusener Bogenclub: das 3D-Turnier, genannt „Rensinger Schwinge“. „Die Anfänge des Turniers liegen im Jahr 1999. Seitdem stellen wir wachsendes Interesse von Bogenschütz aus ganz Deutschland an unserer Veranstaltung fest, konnten in der Zwischenzeit sogar Gäste aus Irland, Frankreich, Dänemark oder Holland begrüßen“, bemerkt Arno Ruh.
2007 dann ein weiterer Schub für seinen Verein. „Wir richteten die Deutschen 3D-Meisterschaften aus.“ Der Grund für die Vergabe der nationalen Titelkämpfe an den Mittellauf der Stör? „Wir hatten die Erfahrung und uns Ansehen in der deutschen Bogenfachwelt erworben.“ Unter den Aktiven, die bisher nach Kellinghusen gekommen sind, um hier zu schießen: Frank Riedel (Kiel), mehrfacher Teilnehmer an Weltmeisterschaften und Medaillengewinner; Kurt Balvin (Görlitz), zweifacher Weltmeister und mehrfacher Deutscher Meister; Michael Hübner (Hamburg), zweifacher Mannschafts-Europameister und Gründungsmitglied des 1. Kellinghusener Bogenclubs, Susanne Baldur (Dänemark),Welstmeisterin Fita-Scheibe. „Natürlich freuen wir uns immer, wenn so hochkarätige Schützen unsere Veranstaltungen loben. Das animiert dann auch andere, zu uns zu kommen“, freut sich Arno Ruh über die willkommene Werbung für die „Rensinger Schwinge“.
Dass auch die erfolgreichen Schützen gute Erinnerungen an das Sportjahr 2009 haben, versteht sich von selbst. Und dennoch mischen sich in die Euphorie auch nachdenkliche Töne: Da ist zum Beispiel Tobias Hampe, der aus beruflichen Gründen nur unregelmäßig trainieren kann: „Ich arbeite für eine Fernsehproduktionsfirma in Leipzig. Mein letztes Training vor der Deutschen Meisterschaft absolvierte ich bei den Landesmeisterschaften in Kremperheide.“ Dann folgten Wochen des sportlichen Nichtstuns: „Wenn ich konzentrierter und regelmäßiger trainieren könnte, müssten meine Ergebnisse theoretisch besser werden.“ Doch auch so: „Mit meinen Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften bin ich zufrieden. Sie sind top.“ Bereits 2006 eroberte sich Tobias Hampe den Meistertitel im 3D-Schießen, damals für seinen Club BSG Helsdorf-Scharrel.
Nils Gosslar will leistungsmäßig gesehen erst noch dorthin, wo Tobias Hampe bisher angekommen ist: „Der Bogensport ist mein Sport. Deshalb versuche ich mich in den nächsten Jahren auch noch zu verbessern.“ Der Abstand zu den ersten Fünf seiner Altersklasse in Deutschland sei groß: „Aber Platz sechs, da könnte ich in den kommenden Jahren auch hinkommen.“ Ausgleichen müsse er den Trainingsvorsprung und die höhere Erfahrung der Konkurrenz: „Ich schieße erst seit eineinhalb Jahren, die anderen sind schon viel länger dabei.“
Lang im Sport, seit zehn Jahren, ist auch Sarah Meyer. Für sie war es das dritte Edelmetall bei nationalen Titelkämpfen, nachdem im vergangenen Jahr bereits Silber und Bronze herausgesprungen waren. Dass es diesmal für den ersten Platz reichte, das überraschte die Meisterin: „Ich hatte vorher nicht soviel geschossen, wie ich sollte. Deshalb habe ich mich auch gefreut, dass es so gut lief.“
Almut Michelkowski hofft, dass das kommende Jahr ähnliche Früchte wie 2009 bringt.  „Doch wie es auch kommen wird, wir haben dafür dann unser Bestes gegeben.“
Kontakt zum 1. Kellinghusener Bogenclub: Arno Ruh (Telefon 04822/2575); Almut Michelkowski (04821/1484905); www.kellinghusenerbogenclub.de.
   
Foto: 115/sch –
Kellinghusener Bogensportler mit sehr guter Bilanz – von links Nils Gosslar, Almut Michelkowski, Tobias Hampe, Sarah Meyer, Trainer Arno Ruh
 
 

Stichwort (sch): Disziplinen des Bogensports
FITA-Feldrunde: Präzisionsschießen auf Scheiben mit unterschiedlichem Durchmesser (20, 40, 60 + 80 Zentimeter) aus verschiedenen Entfernungen von fünf bis 60 Meter.
Waldrunde: Schießen auf zweidimensionale Tierbilder, die je nach Größe zehn bis 55 Meter vom Schützen entfernt aufgestellt sind.
3D-Schießen: Schießen auf Tierattrappen aus unterschiedlichen Entfernungen. Die Attrappen werden in die Landschaft platziert und sind unterschiedlich groß. Sie entsprechen der Originalgröße des jeweiligen Tieres (z.B. Ratte und Bison).
Alle drei Disziplinen werden auf einem fünf bis acht Kilometer langen Parcours in Feld, Wald und Wiese mit Berauf- und Bergabschüssen veranstaltet.
Im Gegensatz dazu steht das FITA-Schießen auf Scheiben mit Entfernungen von zehn bis 90 Metern im Freien und 18 Metern in der Halle.

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