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Norddeutsche Rundschau vom 26.09.2007 Deutsche Meisterschaften im 3D-Schießen Kellinghusener Doppelsieg bei den Jagdbogenschützen Kellinghusen/sch – Mit einem guten Abschneiden seiner Schützlinge hatte Arno Ruh schon gerechnet, mit dem Doppelsieg von Michel Petersen und Tom Frahm in der Klasse der Jagdbogenschützen (U 17) aber nicht: „Die beiden haben sich hoch geschaukelt und unter Druck Gutes geleistet“, betonte Kellinghusens Trainer angesichts dieses hervorragenden Ergebnisses bei den Deutschen Meisterschaften im 3D-Schießen. Die veranstaltete der Deutsche Bogensportverband (DBSV) am vergangenen Wochenende in Kellinghusener. Ausrichter war der 1. Kellinghusener Bogenclub (KBC). Bereits am ersten Tag herrschte Freude im Lager des KBC: Aus der Waldrunde, bei der die Aktiven maximal drei Versuche hatten, um das jeweilige Ziel zu treffen, kamen Tom Frahm (339 Punkte) und Michel Petersen (337) als Führende heraus. Ihnen am nächsten war Niels Hitzmann aus Gifhorn, der 334 Punkte auf seinem Konto hatte. Für Spannung am zweiten Tag war also gesorgt, denn noch war nichts entschieden. Und bei der dann zu absolvierenden Jagdrunde, bei der die Schützen nur noch einen Pfeil auf jede Tierattrappe abgeben durften, nutzte Michel Petersen die Gunst der Stunde: Tom Frahm hatte sich nach eigenem Bekunden „als Führender zu viele Gedanken über den Parcours gemacht“ und ein ums andere Mal vorbei geschossen. Dass er den Deutschen Meistertitel dann doch nicht mit nach Hause nehmen konnte und mit dem Vizemeistertitel vorlieb nehmen musste, nahm der Jugendliche sportlich hin: „Ich bin trotzdem zufrieden. Michel hat gut geschossen. Ich gönne ihm den Titel. Zwischen uns herrscht kein Konkurrenzdenken.“ Der neue Deutsche Meister hatte für seinen Erfolg keine Erklärung: „Ich weiß nicht, warum es so gut lief.“ Nachvollziehbar ist seine Wortlosigkeit allemal, denn noch wenige Tage vor den Meisterschaften sah die sportliche Welt für Michel Petersen ziemlich düster aus: „Vor 14 Tagen brach mein Bogen. Ich musste mir einen neuen besorgen und damit schießen. Das war ein Handicap für mich.“ Zwar habe er trotz vieler Zweifel gehofft, dass die Deutschen Meisterschaften für ihn zufriedenstellend verlaufen würden, doch angenehm waren die letzten Tage vor dem großen Wurf für ihn nicht: „Ich hätte hier auch ziemlich abrutschen können. Dass es anders gekommen ist, darüber bin ich sehr froh.“ Die beiden Medaillen, die der Kellinghusener Bogenschützen-Nachwuchs gewann, waren aber nicht der einzige Erfolg bei dem Bundesturnier: Fin Frahm (U 12) und Christian Claasen (U 14) belegten jeweils den vierten Platz und verfehlten die Medaillenränge nur knapp. Dass gilt insbesondere für Christian Claasen, dem zur Bronzemedaille nur sieben Punkte fehlten. Bei den Erwachsenen erkämpfte sich Peter Frahm (Ü 45: Langbogen) den siebenten Rang, und Rainer Petersen (Ü 55: Jagdbogen) wurde Elfter. Eine beeindruckende Leistung vollbrachte während der Waldrunde der Compound-Schütze Peter Jöcker, der 477 Punkte von 480 möglichen Zählern schaffte. Seinen Vorsprung vor der übrigen Konkurrenz baute der Gronauer während der Jagdrunde noch weiter aus und hatte am Ende mit 911 Punkten das beste Ergebnis aller 256 Schützen zu Buche stehen.
Von Kellinghusen waren alle begeistert Kellinghusen/sch – Die Deutschen Meisterschaften im 3D-Schießen waren noch in vollem Gange, da prasselte bereits Lob von allen Seiten auf den 1. Kellinghusener Bogenclub (KBC) hernieder. „Ich kenne die Sportfreunde aus Kellinghusen schon seit 1991 und hatte bereits vor den Meisterschaften ein gutes Gefühl. Arno Ruh uns sein Team sind allen Erwartungen an beanstandungsfreie Meisterschaften gerecht geworden“, sagte Thomas Röher, Vizepräsident im Deutschen Bogensport Verband aus Jena. Insbesondere der anspruchvoll gesteckte Parcours habe ihn begeistert. „Man muss nicht immer nur im Gebirge schießen, auch das Flachland eignet sich wunderbar für das 3D-Schießen.“ Bestätigt wurden diese Worte von vielen Aktiven. Jürgen Schaaf, Deutscher Vizemeister aus Villingen-Schwenningen, betonte: „Ich habe nicht bereut, 900 Kilometer hierher gefahren zu sein.“ Neben dem „schönen Parcours“ lobte der Schwarzwälder auch die Gastfreundschaft der Kellinghusener. „Wenn hier wieder Deutsche Meisterschaften ausgetragen werden, komme ich auf jeden Fall wieder.“ Gleich mehrere Sprossen höher griff Ulrich Kirschnick, Deutscher Meister aus Krefeld. „Der Parcours ließ nichts zu wünschen übrig. Er war nicht einfach und deshalb absolut meisterschaftswürdig. Wenn es möglich wäre, sollte man hier die Weltmeisterschaften austragen.“ Unterstützt wurde Ulrich Kirschnick bei diesem Gedankengang von Thomas Röher: „Ich kann ihm nur beipflichten. Kellinghusen muss sich nicht verstecken. Die Meisterschaften sind in jeder Hinsicht akzeptabel. Sie erfüllen internationalen Standard.“ Für Arno Ruh, Trainer und Erster Vorsitzender im KBC, war das Lob der Kollegen Bestätigung für die Bemühungen des Vereins, den Teilnehmern optimale Wettkampfbedingungen anzubieten. Wenn die Kellinghusener Meisterschaften Maßstäbe gesetzt haben sollten, freue ihn das: „Das entschädigt uns für die viele Arbeit, die wir uns über Wochen gemacht haben.“ Zuspruch bedeute für ihn aber auch, „dass wir weiter machen werden und uns in Zukunft wiederum als Ausrichter einer Deutschen Meisterschaft zur Verfügung stellen werden.“
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