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Feldbogen-Meisterschaften in Kellinghusen Till Ehlers als bester Steinburger Schütze auf Rang drei Kellinghusen/sch – Regen, Regen, Regen: Die Teilnehmer an den vom 1. Kellinghusener Bogenclub ausgerichteten Landesmeisterschaften im Feldbogen-Schießen hatten es nicht leicht. Petrus öffnete insbesondere am Vormittag die Schleusentore und verhinderte mit Starkregen manch gutes Endergebnis. Nachteilig könnte sich das insbesondere auf diejenigen Schützen auswirken, die Kellinghusen deshalb angesteuert hatten, um sich im Gebiet der Schwinge für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Wer zu den Glücklichen zählen wird, ist derzeit nicht bekannt. „Ausgewertet werden müssen erst die Meisterschaften aller Landesverbände. In drei bis vier Wochen werden wir wissen, ob die Kellinghusener Ergebnisse dafür reichen werden“, erklärte der Feldbogenobmann des Norddeutschen Schützenbundes, Norbert Heisterkamp. Und dennoch: Henrik Hornung, im vergangenen Jahr Weltmeister und mehrfacher Deutscher Meister in seiner Altersklasse, sowie die zweifache Deutsche Meisterin Birgit Speit, sollten sich mit ihren Resultaten für die nationale Aufgabe empfohlen haben. „Für das Wetter war das ganz in Ordnung, ansonsten hatte ich mir mehr erhofft“, kommentierte Birgit Speit ihre 279 Ringe mit dem Blankbogen – wohl wissend, dass sie noch besser schießen kann. Ähnlich drückte sich Henrik Hornung aus: „Mein Ergebnis von heute ist nicht weltbewegend, bei dem Wetter ist die Leistung aber okay.“ Auch wenn die Kellinghusener Meisterschaften für ihn eine „Pflichtveranstaltung“ waren: Das Nationalmannschaftsmitglied war noch aus einem anderen Grund an die Stör gekommen. „Ich bereite mich zurzeit auf die Europameisterschaften in Italien vor.“ Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, Ranglistenturniere und internationale Feldbogenturniere rundeten seine Vorbereitung auf die Kontinentalmeisterschaften ab. Während sich Henrik Hornung den Sieg mit 133 Ringen Vorsprung vor Phil Henrik Block sicherte, hatte es Birgit Speit nur geringfügig schwerer, um zum Titel zu kommen. Ihre Gegnerin war keine Geringere als die Deutsche Meisterin Astrid Hass, die mit Trainingsrückstand ins Turnier ging. Sie erklärte auf Nachfrage: „Ich konnte aus beruflichen Gründen nicht so trainieren, wie es erforderlich ist, wenn man Meisterin werden will.“ Richtig spannend ging es dagegen in den Wettbewerben der Compound-Schützen Herren und Recurv-Schützen Altersherren zu. Am Ende lagen Marc Leuschner beziehungsweise Hermann Walter jeweils drei Ringe vor den Vizemeistern Malte Drews beziehungsweise Holger Hartwig. Bester Steinburger im Konzert der Großen war Till Ehlers, der in der Jugendklasse mit dem Blankbogen die Bronzemedaille gewann. Für den Kellinghusener war das Ergebnis ein wenig überraschend: „Ich hatte aus schulischen Gründen zuvor nicht soviel trainiert. Von daher hatte ich auch nicht soviel erwartet.“ Wie er die Wetterunbilden empfand? „Der Regen störte und drückte auf die Stimmung. Gut, dass in der zweiten Runde weniger Wasser von oben kam.“ Während Till Ehlers das Gelände, in das die zwölf Scheiben auf fünf Kilometer langer Rundbahn gestellt worden waren, als „teilweise schwierig“ bezeichnete, relativierten Birgit Speit und Astrid Hass diese Aussage aus ihrer Sicht: „Im Vergleich zu Süd- oder Mitteldeutschland, wo man Gelände mit großen Höhen und Tiefen hat, war es heute einfach“, betonte Birgit Speit. Ergänzend fügte Astrid Hass hinzu: „Für einen Anfänger war das Gelände aber allemal anspruchsvoll.“ Und so äußerte sich Norbert Heisterkamp: „Ich bin erstaunt über die Leistungen vieler Aktiver. Der größte Teil hat trotz des Wetters gute Ergebnisse erzielt. Ich bin davon überzeugt, dass alle wesentlich besser geschossen hätten, wenn wir besseres Wetter gehabt hätten.“ Arno Ruh, Vorsitzender des 1. Kellinghusener Bogenclubs freute sich darüber, „dass wir die besten Schützen des Landes bei uns zu Gast hatten und ihnen ein anspruchsvolles und dem Anlass angemessenes Terrain anbieten konnten“. Ergebnisse der Feldbogen-Meisterschaften in Kellinghusen (Auswahl): Herren: Recurve Herren: 1. Marco Felsky (JSC Ratzeburg), 287 Ringe; 2. Mirko Schlicht (Bad Oldesloer Bogensport), 239. Recurve Jugend: 1. Marcel Lühr (TSV Brunsbüttel), 153; 2. Jonas Dreier (SC Rönnau), 149. Recurve Altersherren: 1. Hermann Walter (Bad Oldesloer Bogensport), 252; 2. Holger Hartwig (Preetzer TSV), 249; 3. Achim Schadewaldt (Post SV Heide), 226; 5. Torsten Arndt (1. Kellinghusener BC), 192. Blankbogen Herren: 1. Andreas Stuhr (Rethwischer SV), 234; 2. Gunnar Kempke (Rethwischer SV), 221. Blankbogen Schüler: 1. Henrik Lueder (Rethwischer SV), 155. Blankbogen Jugend: 1. Henrik Hornung (Bad Oldesloer Bogensport), 342; 2. Phil Henrik Block (Schützenverein Wankendorf), 211; 3. Till Ehlers (1. Kellinghusener BC), 189; 4. Joel Heinecker (1. Kellinghusener BC), 122; 5. Finn Carstens (1. Kellinghusener BC), 100. Blankbogen Altersherren: 1. Matthias Penzlin (Schützenverein Hamwarde), 313; 2. Hubert Hamester (Schützenverein Hamwarde), 250. Compound Herren: 1. Marc Leuschner (Rethwischer SV), 385; 2. Malte Drews (Rethwischer SV), 382; 3. Rolf Bienas (Rethwischer SV), 354. Compound Altersherren: 1. Michael Reinhold (Rethwischer SV), 380; 2. Michael Lehmann (Rethwischer SV), 370; 3. Rudolf Meinecke (Rethwischer SV), 364.
Damen: Recurve Damen: 1. Nina Stäcker (Bad Oldesloer Bogensport), 242; 2. Antje Sieg (SC Rönnau), 217. Blankbogen Damen: 1. Birgit Speit (SV Fortuna Stampe), 279; 2. Astrid Hass (Rethwischer SV), 207. Compound Damen: 1. Angelika Karl (Bad Oldesloer Bogensport), 324.
Fotos/sch – 026: Till Ehlers sicherte sich die Bronzemedaille mit dem Blankbogen bei der Jugend. 022: Erfolgreiche Schützen mit nationalen und internationalen Ansprüchen: von links Astrid Hass, Henrik Hornung und Birgit Speit. 020: In Kellinghusen auf Platz zwei: Deutsche Meisterin Astrid Hass.
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