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1. Kellinghusener Bogenclub e.V.

Arno Ruh und Almut Michelkowski bereiten die Feldbogen-Meisterschaften vor

Arno Ruh und Almut Michelkowski bereiten die Feldbogen-Meisterschaften vor

Auf dem Reitplatz in Kremperheide:
Landesmeisterschaften der Feldbogen-Schützen
Kremperheide/sch – Das ist einmalig in Schleswig-Holstein: Die Landesmeisterschaft der Feldbogen-Schützen (Sonntag 9 Uhr bis zirka 16 Uhr) wird auf einem Reitgelände veranstaltet. Der Pferde- und Breitensportverein Kremperheide hat sein Sportgelände am Lehmsweg zur Verfügung gestellt, um darauf die Titelträger in folgenden Kategorien ermitteln zu lassen: Recurve, Blanc und Compound. Veranstalter des Wettkampfes ist der Norddeutsche Schützenbund, die Ausrichtung liegt in den Händen des 1. Kellinghusener Bogenclubs. Der Eintritt ist frei.
Unter den 46 Teilnehmern sind auch 14 Aktive aus dem Kreis Steinburg. Ihre Clubs: 1. Kellinghusener Bogenclub (11 Teilnehmer), Kellinghusener Schützengilde (2) und der BSV Glückstadt (1). Sie und die Titelbewerber aus den anderen elf Vereinen hatten sich zuvor bei der jeweiligen Kreismeisterschaft für diese Landesmeisterschaften qualifiziert. Besondere Herausforderung neben einer guten Platzierung: In Kremperheide besteht Gelegenheit, sich für die Titelkämpfe auf nationaler Ebene zu empfehlen.
Mit welchen Chancen die Steinburger Bogenschützen ihren Wettkampf aufnehmen werden, ist nach Worten von Veranstaltungsleiter und Bogentrainer Arno Ruh „nicht vorhersehbar“. Neben einer guten Vorbereitung und dem Talent zum Präzisionsschießen entscheiden sicherlich auch die „Tagesform“ und „ein wenig Glück“. „In der ersten Runde müssen die Schützen die Entfernung zur Scheibe nämlich schätzen. Darauf richten sie dann ihren Pfeil aus. Wer daneben liegt, hat schlechte Karten. Aber Glück oder Pech: das gehört auch zum Geschäft des Bogensportlers.“
Dass der Kreis Steinburg unter Bogenschützen einen guten Ruf hat, ist insbesondere dem 1. Kellinghusener Bogenclub und der Kellinghusener Schützengilde zu verdanken. Deren Mitglieder haben sich in der Vergangenheit bis hin zur Bundesspitze behauptet und manche Medaille mit an die Stör gebracht. Almut Michelkowski, Bogenreferentin auf Kreisebene und neuerdings auch zertifizierte C-Trainerin, ist ein Beispiel dafür. Sie geht in Kremperheide mit dem Recurve-Bogen auf „Titeljagd“. Gerade sie weiß: „Sich auf einer Landesmeisterschaft für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren, ist nicht leicht. Das geht nicht automatisch.“
Die „Einzigartigkeit“ des Veranstaltungsgeländes zieht auch „offizielle Prominenz“ aus dem Bereich des Norddeutschen Schützenbundes (NDSB) an. Ihr Kommen zugesagt haben Norbert Heisterkamp (Feldbogenobmann des NDSB) aus Brunsbüttel und Thomas Hartmann (Landesbogenreferent des NDSB) aus Kiel. Einen Überblick über das Leistungsvermögen der Besten verschaffen will sich auch Landesbogentrainer Klaus Dannhöfer aus Uetersen.
Die Meisterschaften von Kremperheide sollen aber nicht nur eine Angelegenheit für geübte Präzisionsschützen werden. „Wir laden jedermann ein, sich bei uns über den Bogensport im allgemeinen zu informieren. Wir machen Führungen in das Gelände, und wer will, kann auch selbst schießen. Erfahrene Trainer weisen die Interessenten ein“, betont Arno Ruh.
Sein Dank gilt schon jetzt dem Pferde- und Breitensportverein Kremperheide: „Dass die das mitmachen, finde ich klasse. Ich hoffe, das entwickelt sich weiter, denn dieses Gelände ist für unsere Bedürfnisse geradezu ideal.“ 
 
   
Steinburger Teilnehmer:
Recurve-Bogen: Almut Michelkowski, Sarah Meyer, Lars Rathjen, Max Pulmer, Julian Bötefür, Finn Carstens, Nils Gosslar (alle 1. Kellinghusener Bogenclub), Maren Lindlein (Kellinghusener Schützengilde), Niklas Köpp (BSV Glückstadt).
Blank-Bogen: Oliver Reimers, Wolfgang Polenz (beide 1. KBC).
Compound-Bogen: Peter Krause, Tobias Hampe (beide 1. KBC), Heinrich Westphal (KSchG).

Foto: /sch –
Arno Ruh und Almut Michelkowski bereiten die Feldbogen-Meisterschaften vor

Stichwort (sch): Landesmeisterschaft Feldbogen
Das Feldbogenschießen ist ein Präzisionsschießen auf Scheiben, die einen unterschiedlichen Durchmesser) haben: 20/40/60/80 Zentimeter. Geschossen wird in zwei Durchgängen auf jeweils zwölf Scheiben, die in einem Abstand zwischen15 und 60 Meter vom Schützen entfernt stehen. In der ersten Runde ist den Aktiven der Scheibenabstand nicht bekannt. Für die zweite Runde wird der Abstand bekannt gegeben. Beide Schießergebnisse fließen in das Endergebnis ein.

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