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1. Kellinghusener Bogenclub e.V.

„Rensinger Schwinge“:

„Rensinger Schwinge“:

„Rensinger Schwinge“:
Deutsche Meister, Vizeweltmeister und Europameister am Start
Kellinghusen/sch – An der „Rensinger Schwinge“ – ein Turnier, bei dem Bogensportler auf Nachbildungen originalgetreuer Tiere in unterschiedlicher Größe zielen – nahmen Aktive aus mehreren norddeutschen Bundesländern und Dänemark teil. Unter den rund 200 Startern bei der vom 1. Kellinghusener Bogenclub ausgerichteten Veranstaltung: neben Lands- und Deutschen Meistern auch die Vizeweltmeister Frank Riedel (Heikendorf) und Marcus Laube (Garbsen). „Schon von der Besetzung her, war das ein hochwertiges Turnier“, freute sich Vereinsvorsitzender Arno Ruh über den Zuspruch, den das Turnier auch bei „hochkarätigen Schützen“ fand.
Sie alle kämpften sich an zwei Tagen über einen jeweils neun Kilometer langen Parcours, auf dem 30 Ziele verteilt waren. Jede Station hatte ihr eigenes Bild. Zu treffen waren in beiden Dreipfeilrunden dreidimensionale Attrappen – vom kleinen Nager bis zum Großtier war alles vertreten. Arno Ruh hob insbesondere die „Big Five“ hervor, die es zu beschießen galt: „Grizzly, Großkeiler, Wapiti, Büffel und Bison.“ Je nach Größe waren die Ziele zwischen fünf und 60 Metern vom Schützen entfernt.
Die große Schwierigkeit für alle: „Die tatsächlichen Entfernungen waren den Teilnehmern nicht bekannt. Sie mussten sie schätzen und den Bogen entsprechend spannen. Wer sich aufgrund optischer Täuschungen verschätzte, hatte Nachteile“, erklärte Arno Ruh im Gespräch mit unserer Zeitung.
Am meisten Punkte bekamen diejenigen, die mit dem ersten Pfeil „ins Kill“ trafen. Für Erfolge mit dem zweiten oder aber erst dritten Pfeil oder außerhalb des „Kill“ gab es entsprechend weniger Punkte. Leer gingen an den Stationen diejenigen aus, die sich Fehlschüsse leisteten.
Am Ende setzte sich dann aber doch die individuelle Klasse der Bogenschützen durch. Und da waren die im Vorteil, die sich aufgrund ihrer Erfahrung und des langjährigen Trainings von den Schwierigkeiten des Parcours am wenigsten beeinflussen ließen. „Die Schwierigkeit liegt im Schätzen. Es wird bergauf und bergab geschossen, da kann man sich leicht vertun“, stellte Marcus Sigl aus der Nordheide heraus. Und Helmut Kowald aus Ehlershausen betonte, dass man sich im schwer einzuschätzenden Gelände auch schon mal „ans Tier ranschätzen“ muss: „Fehlschüsse bleiben da nicht aus und müssen einkalkuliert werden.“ 
Nicht zum ersten Mal war Marcus Laube zur „Rensinger Schwinge“ gekommen: „Das Besondere hier ist die Schönheit des Geländes. Es macht einfach Spaß, die ‚Schwinge’ zu schießen“, stellte der Garbsener heraus. Nach der Vizeweltmeisterschaft mit der bundesdeutschen Mannschaft 2010 in Ungarn in der Kategorie Fita-Feld (Scheibe) durfte der Niedersachse unlängst in Italien die Mannschaftseuropameisterschaft feiern.
Er und Vereinskamerad Bernd Großstück waren aber nicht nur zum 3D-Schießen nach Kellinghusen gekommen. Sie durchstreiften das Rensinger Gebiet auch, weil sie dort ihren Film „Bogenschießen – aber mit Erfolg“ drehen wollten. Und warum in Rensing? „Solche Plätze wie hier gibt es in Deutschland außerhalb der Meisterschaften eher selten. Da muss man weit fahren, um solch ein Gelände wie hier vorzufinden“, stellte Bernd Großstück heraus. Für den 1. Kellinghusener Bogenclub ist diese Aussage eine Bestätigung für jahrelanges Engagement in einer Umgebung, in der 2007 die Deutschen 3D-Meisterschaften ausgetragen wurden.
Und dennoch: Angesichts der Fülle guter Leistungen stellte Arno Ruh mit einem Augenzwinkern die Frage, ob das Turnier von den Schwierigkeiten her nicht doch zu leicht gewesen sein könnte? Wohl kaum, denn auch die absoluten Könner unter den Schützen leisteten sich Fehlschüsse. Und das freundschaftliche „Gemecker“ der Schützen, dass der Parcours wieder einmal seine Tücken gehabt hätte, nimmt Arno Ruh als „eine Bestätigung“ hin. „Ich bin ja gemein: Für mich ist ein Parcours erst richtig gestellt, wenn die optischen Täuschungen zu Fehlschüssen verleiten.“
Die besten Ergebnisse erreichten die Compound-Schützen. „Die kann man aber nicht unbedingt vergleichen mit den anderen Klassen. Sehr gut waren auch die Ergebnisse Damen und Herren Jagdrecurve, Herren Blankbogen sowie die Longbowklassen Damen und Herren“, betonte Organisationsleiterin Almut Michelkowski, die sich ebenso über den Auftritt des Bläsercorps der Kreisjägerschaft Steinburg freute wie über das abendliche Konzert der Musiker Marco Firrincielli, Ann-Christin und Stefan Gil. „Beide Darbietungen im Rahmenprogramm kamen bei den Schützen gut an.“ 


sch/Ergebnisse der „Rensinger Schwinge 2011“ (Auswahl):

Damen Blankbogen: 1. Dörte Zeeb (SV Rethwisch), 959 Punkte; 2. Arthitaya Rachvong (BSC Nordheide), 488.

Damen Compound blank: 1. Susanne Druwe (Geesthachter Schützengesellschaft), 979.

Damen Compound unlimited: 1. Gabriele Popp (BSC Garbsen), 1029.

Damen Jagdrecurve: 1. Petra Wellnitz (KC Rehbrücke), 968; 2. Marta Bilitza (AC Nübbel), 846; 3. Bettina Osthoff (AC Nübbel), 841.

Damen Longbow glas: 1. Chonlada Lenschow (JBC Hasselfelde), 893; 2. Elvira Milanese (Ulzburg Archers), 851; 3. Birte König-Ott (Underground Herons), 817; 7. Gudrun Gröhn (Post SV Heide), 348.

Damen Longbow traditional: 1. Irene Kröger (Bogenfreunde Wuldor), 883; 2. Christine Börner (Bogenschule Stellmoor), 856; 3. Verena Dickel (JBC Hasselfelde), 750; 4. Anja Hoops (TSV Frestedt), 721.

Herren Blankbogen: 1. Ralf Düsel (Strelitzer Feldbogensportgilde), 1039; 2. Jürgen Klawohn (ETV Hamburg), 974; 3. Ronald Grzesko (Strelitzer Feldbogensportgilde), 971.

Herren Compound blank: 1. Hartmut Kamm (BS Morsum), 921.

Herren Compound unlimited: 1. Michael Reinhold (SV Heikendorf), 1098; 2. Michael Popp (BSC Garbsen), 1095; 3. Sven Posekartdt (Groß Niendorfer BSV), 1089.

Herren Jagdrecurve: 1. Marcus Kurschus (AC Nübbel), 1083; 2. Ulf Schrumm (Underground Herons), 1071; 3. Robert Wulf (AC Nübbel), 1031; 6. Ulrich Scholz (Bogensport Glückstadt), 983; 7. Marc Spiering (Bowsnipers Hohenlockstedt), 982; 9. Tom Frahm (Bowsnipers Hohenlockstedt), 969; 41. Thomas Weiß (Bowsnipers Hohenlockstedt), 417.

Herren Longbow glas: 1. Clemens Voß (JBC Hasselfelde), 968; 2. Andreas Jahrmärker (Bogenfreunde Wuldor), 967; 3. Klaus Kölle (TSV DG Holsteinische Schweiz), 959; 10. Klaus Peter Frahm (Bowsnipers Hohenlockstedt), 837;

Herren Longbow traditional: 1. Thorsten Davids (Die Flitzebogen Lüneburg), 1008; 2. Andreas Horn (SV Garstedt), 967; 3. Frank Riedel (Heikendorfer SV), 961; 12. Olaf Hoops (TSV Frestedt), 853; 18. Eckart Nelz (TSV Frestedt), 739; 22. Christian Hahn (TSV Frestedt), 665; 24. Dieter Behnke (TSV Frestedt), 606.

Herren Recurve olympisch: 1. Lukas Posekardt (Groß Niendorfer BSV), 1016.

Jugend Blankbogen: 1. Jördis Behnke (TSV Frestedt), 561; 2. Joel Heinecker (1. Kellinghusener Bogenclub), 344.

Jugend Compound unlimited: 1. Marius Druwe (Geesthachter Schützengesellschaft), 1062.

Jugend Jagdrecurve: 1. Philipp Hoy (TSV Neudorf-Bornstein), 857; 2. Lars Nonnemann (Groß Niendorfer BSV), 631; 3. Max Pulmer (1. Kellinghusener Bogenclub), 600.

Jugend Longbow glas: 1. Malte Puck (Frei Bogen Ueterst End), 774; 2. Lukas Werner, 270.

Jugend Recurve olympisch: 1. Lisa Timm (1. Kellinghusener Bogenclub), 864.

Mini Jagdrecurve: 1. Lynn Thies Prehn, 662.

Schüler Compound unlimited: 1. Robin Cordes (SV Boostedt), 701; 2. Vinzenz Zeeb (SV Rethwisch), 509.

Schüler Jagdrecurve: 1. Adrian Dinter (Ulzburg Archers), 896; 2. Lasse Thodt (SV Heikendorf), 648; 3. Malte Sonnendorp (Ulzburg Archers), 429.

Schüler Longbow glas: 1. René Neumann (Longbow Turkey’s), 862; 2. Fin Frahm (Bowsnipers Hohenlockstedt), 738.

Schüler Longbow traditional: 1. Yannick Hendle, 754; 2. Torge Zamzow (TSV Frestedt), 717; 3. Harm-Jakob Karsten (TSV Frestedt), 538.

Schüler Recurve olympisch: 1. Frederik Nottrodt (1. Kellinghusener Bogenclub), 865.

Reiterbogen: 1. Hinrich Fiddes (BSC Tiwaz), 696; 2. André Boye (Stader Schützenverein), 610; 3. Finn Carstens (1. Kellinghusener Bogenclub), 605. – sch

Foto/sch –

041: Europameister Marcus Laube (re.) und Bernd Großstück visieren ein Ziel an

 

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